In Deutschland unterstützen wir vorwiegend Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte aus den westafrikanischen Ländern sowie andere Regionen der Welt, die in schwierige soziale, gesundheitliche, politische oder wirtschaftliche Situationen geraten sind. Unsere Verein bietet Beratung zu rechtlichen Fragen, Projekte zur Arbeitsmarktintegration, (fachspezifische) Deutschkurse und anderen Angebote an. Wir unterstützen junge Menschen dabei einem Studium oder einer qualifizierten Berufsausbildung nachzugehen.

In Afrika allgemein, überwiegend in Westafrika, wollen wir den Menschen durch gezielte und nachhaltige Projekte mit lokalen Partnerorganisationen eine Lebensperspektive geben. Ziel dieser Projekte ist es, die irreguläre Flucht- und Migrationsbewegung von Geflüchteten entgegenzuwirken und reguläre Migration zu fördern.

Begleitung und Unterstützung

In unserem Projekt “Nyeta 2.0” bieten wir fortlaufend Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte eine offene Einzelberatung zu alltäglichen Fragen an. Für viele geflüchtete Menschen stellt insbesondere die Sprachbarriere ein zentrales Problem bei der Inklusion dar. Vor allem jungen Menschen aus afrikanischen Ländern ohne Schulausbildung stehen kaum Dolmetscher*innen zur Verfügung. Daraus folgen Verständigungsschwierigkeiten bei diversen Ämtern und im Gesundheitssystem und ein Informationsdefizit bezüglich Sprachkurs-Angeboten, der Wohnungssuche und diversen Integrationsmaßnahmen.

Wir bieten dieser Zielgruppe Orientierung, an welche zuständige Behörde sie sich mit ihren unterschiedlichen Anliegen wenden können und begleiten sie bei Bedarf bei den verschiedenen Behördengängen.

Freiwillige helfen Freiwilligen

In Kooperation mit dem katholischen Bildungswerk und dem Caritasverband haben sich am 12. Mai 2016 im Domforum Köln viele Vereine mit den Regionalschwerpunkten Afrika, Asien und Lateinamerika zusammengeschlossen und eine Veranstaltung für Geflüchtete aus aller Welt organisiert, um sich zu vernetzen und Geflüchtete in NRW gemeinsam zu unterstützen. Diese Vereine sind häufig die erste Anlaufstelle für neu Zugewanderte und sie setzen sich in erster Linie für die Belange und Interessen der neu Ankommenden ein. Die Mitglieder aus rund zehn Migrantenselbstorganisationen aus Eritrea, Äthiopien, Mali und dem Irak sind als kulturelle und sprachliche Übersetzer für die Zusammenarbeit mit Willkommensinitiativen tätig.

Bei den Vernetzungstreffen gab es musikalische und tänzerische Aufführungen, kulinarische Buffets und es wurden Informationen zu den verschiedenen Herkunftsländern vermittelt. Dies stellte auch eine Gelegenheit für deutschsprachige Engagierte in der Flüchtlingsarbeit dar, hilfreiche Kontakte zu knüpfen.

Netzwerktreffen in Ingelheim

Seit sieben Jahren besteht das bundesweite “Netzwerk Mali” für Nichtregierungsorganisationen (NROs), die in Mali tätig sind. Bei den jährlichen Netzwerktreffen werden Erfahrungen ausgetauscht und so die Grundlage für wechselseitige Unterstützung geschaffen. Bei dem Netzwerktreffen 2017 in der Fridtjof Nansen-Akademie in Ingelheim mit etwa 15 Teilnehmenden NROs, waren wir Co-Organisator zusammen mit dem Verein Mali-Hilfe e.V. Neben kulturellen Programmpunkten mit malischer Musik und Berichten über Solar-Projekte gab es einen Benefizlauf und eine Podiumsdiskussion über Entwicklungszusammenarbeit. Die Veranstaltung war mit rund 200 Teilnehmenden und der Teilnahme des malischen Botschafters und Mitarbeitenden von Engagement Global ein voller Erfolg.

Katastrophenhilfe

Nach den politischen Unruhen in Mali im Jahr 2012, bei dem bewaffneten Rebellen versucht haben die Regierung zu stürzen, mussten viele Menschen ihre Heimatdörfer im Norden des Landes verlassen und befinden sich seitdem teilweise immer noch auf der Flucht. Den Menschen fehlt es akut an Basisversorgung wie Nahrung, Medikamente und Bekleidung. Für eine lokale Initiative in Mali organisierten wir Spendengelder in Höhe von 8000 €, wodurch die akute Grundversorgung und der Transport in die Hauptstadt von etwa 50 Bedürftigen gesichert werden konnte. So konnten die Menschen die sicheren Gebiete im Süden erreichen.

Unterstützung für Menschen mit Behinderungen

In Mali gibt es keine staatliche Unterstützung für Menschen mit Behinderung. Die Menschen sind auf die Unterstützung von Familie und Freunde angewiesen. Wenn diese Unterstützung fehlt, müssen die Menschen oftmals auf der Straße leben. Der Verein hat deswegen im Jahr 2015 lokale Initiativen, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen, durch eine Spende von 45 Rollstühlen und weiteren Gehhilfen, gezielt unterstützt. Seitdem wurden über 50 Personen bei dem (Rück-)Erlangen ihrer Mobilität unterstützt.

Unterstützung für ein SOS-Kinderdorf in Sanankoroba

In dem SOS-Kinderdorf in Sanankoroba in der Nähe der Hauptstadt leben etwa 150 Waisenkinder, denen es oftmals an der Grundversorgung mangelt. Die Initiative hat etwa fünfzehn Sendungen mit Kleidung, Medikamenten und Spielzeugen geschickt, wodurch etwa 80 Waisenkinder unterstützt werden konnten. Über das Projekt wurde auch im staatlichen Fernsehen von Mali berichtet.