AKTUELLE PROJEKTE:

Kalan Nafa: Lernen entwickeln. Entwickeln lernen. (seit 2021)

Im Projekt „Kalan Nafa“ bieten wir außerschulische Lernförderung für junge Menschen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte, die über keine oder nur wenig formale Bildungserfahrung verfügen.

Unsere Arbeit soll den Teilnehmenden im Alter von 18 bis 27 Jahren den Anschluss an das komplexe und leistungsorientierte Bildungssystem in Deutschland ermöglichen sowie Schul- und Ausbildungsabbrüchen vorgebeugen. Dabei setzen wir auf eine sprachsensible und individuelle Förderung – die Teilnehmenden können untereinander und mit uns auf ihren Herkunftssprachen kommunizieren.

Der Fokus liegt auf einer Vermittlung der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen und Problemlösen sowie auf der gezielten Entwicklung eigener Lernstrategien. Auch die digitalen Fähigkeiten der Teilnehmenden werden geschult. Weil wir überzeugt sind, dass Lernen auch Spaß machen sollte, gestalten wir den Unterricht oft spielerisch und bieten regelmäßig Ausflüge an.

Gefördert und begleitet werden wir bei diesem Projekt durch das Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, welches anhand unserer Arbeit Unterrichtsprinzipien und Handlungsempfehlungen für diese bisher in der Forschung wenig berücksichtigte Zielgruppe erarbeitet.

House of Resources Köln: Ressourcen teilen, Engagement stärken (seit 2021)

Das House of Resources Köln unterstützt Vereine, Initiativen, Projekte und Ehrenamtliche, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen und in den Bereichen Empowerment, Diversity und Antirassismusarbeit aktiv sind.

Die Idee hinter diesem Projekt ist, vorhandene Ressourcen zu bündeln und anderen zur Verfügung zu stellen: Neben Kenntnissen, Fähigkeiten, Informationen und Kräften sind dies auch technische Geräte, Räumlichkeiten und finanzielle Mittel. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit für Netzwerke und Kooperationen.

Hinter dem House of Resources Köln stehen neben Jama Nyeta noch drei weitere Kölner Vereine, die das Projekt gemeinsam tragen und gestalten: Migrafrica e.V., Coach e.V. und Integrationshaus e.V. Dabei sind wir Teil eines bundesweiten Programms, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wird.

Jama Nyeta e.V. ist innerhalb des House of Resources Köln Ansprechpartner für die westafrikanischen Communities, vermittelt Co-Working-Spaces und setzt inhaltliche Schwerpunkte in den Bereichen Digitalisierung, Sport und Mehrsprachigkeit. Für alle Belange des HoR Köln sind wir unter der E-Mail-Adresse houseofresources-koeln@jamanyeta.org erreichbar.

Durchstarten in Ausbildung und Arbeit: Unterstützung für junge Menschen mit Duldung (seit 2020)

Die Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ bietet ein Programm zur Arbeitsmarktintegration von jungen Geflüchteten mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung.

Sprache, (Aus)Bildung und Arbeit sind ein wichtiger Schlüssel für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zu einer gelingenden Integration. Viele junge Geflüchtete haben allerdings aufgrund einer Duldung keinen rechtmäßigen Aufenthaltsstatus und somit keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Förderung und Integrationskursen.

Dank der Initiative können diese Menschen nun an Angeboten zur Integration in Ausbildung und Arbeit teilnehmen, was ihnen neue Chancen und wertvolle Perspektiven eröffnet. Unser Verein ist im Rahmen dieses Projekts im Bereich Jobcoaching tätig, dabei beraten und aktivieren wir junge Menschen mehrheitlich aus afrikanischen Ländern.

KOMM-AN NRW: Begegnung und Austausch für Geflüchtete (seit 2020)

Im Projekt „KOMM-AN“ sollen „Ankommenstreffpunkte“ für geflüchtete Menschen initiiert sowie bestehende Treffpunkte ausgebaut und etabliert werden. Diese Räume der Begegnung sollen den Austausch fördern und bei der Orientierung in Deutschland helfen.

Im Rahmen des Projekts finden auch Kochabende oder gemeinsame sportliche Aktivitäten statt, außerdem wird eine Begleitung zu Terminen bei Behörden oder Ärzt*innen angeboten. Für unsere Ehrenamtlichen führen wir Fortbildungen zu rechtlichen Themen sowie zum Umgang mit Rassismus, Diskriminierung und psychosozialen Belastungsfaktoren durch.

Wir bedanken uns für die Unterstützung durch das Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und das Kommunalen Integrationszentrum Köln.

Jährliche Netzwerktreffen des „Netzwerk Mali“ (fortlaufend)

Einmal im Jahr trifft sich das bundesweite „Netzwerk Mali“ an jeweils wechselnden Orten in Deutschland. Bei dem Netzwerk handelt es sich um einen Zusammenschluss von etwa 25 Nichtregierungsaktionen, die in Mali tätig sind.

Im Rahmen der Treffen werden Schwerpunkte der Projektarbeit und die Verwendung von Spendengeldern erläutert, die aktuelle Situation im Land erörtert sowie wechselseitige Unterstützung organisiert. Abseits von Referaten und Gesprächsrunden bleibt viel Raum für informellen Erfahrungsaustausch, außerdem wird meist ein kulturelles Rahmenprogramm sowie besondere Aktionen – beispielsweise ein Benefizlauf – organisiert.

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE:

Jeka fo: Aufklärung und Netzwerkbildung (2021)

Beim Projekt „Jeka fo“ stand sowohl die Aufklärungsarbeit als auch die Unterstützung von jungen Geflüchteten durch deren gezielte Vernetzung im Fokus.

Zum einen ging es dabei um die Vermittlung sozialer und politischer Normen und um schulische und berufliche Orientierung. Auch der Umgang mit Rassismus und mögliche juristische Handhabe gegen Diskriminierung waren ein wichtiges Thema. Zum anderen wurde ein Austausch der jungen Menschen, die teils unbegleitet und minderjährig nach Deutschland gekommen waren, mit ehemaligen Geflüchteten angeregt: Deren Erfahrungen auf dem Weg in eine gelungene berufliche und soziale Integration waren für die neu Zugewanderten eine hilfreiche Inspiration.

Daneben fand auch eine Vernetzung mit Sozialarbeiter*innen, Anwält*innen, Jugendamt sowie weiteren Vereinen und Organisationen statt, die je nach Bedarf weiterführende Informationen oder anderweitige Unterstützung boten.

Für die Förderung unseres Projektes von Aktion Mensch über den Verein Migrafrica e.V. sind wir sehr dankbar.

Du ka kalan: Digitalisierung von Familien mit Zuwanderungsgeschichte (2020 – 2021)

Mit „Du ka kalan“ haben wir ein niederschwelliges Angebot zur Schulung digitaler Kompetenzen für Familien mit (vorwiegend westafrikanischer) Zuwanderungsgeschichte in Köln-Ehrenfeld geschaffen.

Faktoren wie Aufenthaltsstatus, Arbeitslosigkeit bzw. Arbeitsverbot oder sozioökonomischer Status stellen viele Familien mit Flucht- oder Migrationsgeschichte vor besondere Schwierigkeiten: Oft haben sie keinen Zugang zu den Regelangeboten der Arbeitsmarktförderung des SGB, verfügen nur über wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien und haben oft keine eigenen Endgeräte.

Um hier Abhilfe zu leisten, haben wir ein niederschwelliges Schulungsangebot zu digitalen Inhalten speziell für diese Zielgruppe konzipiert: Neben dem Umgang mit Hardware wurde Basiswissen in den Bereichen E-Mail, Google-Recherche, Textverarbeitung sowie anderen Office-Anwendungen vermittelt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Schulungen online durchgeführt. Das hier erworbene Wissen hat zahlreiche Familien dazu befähigt, ihren Kindern während des Lockdowns eine Teilnahme am Online-Unterricht der jeweiligen Schulen zu ermöglichen.

Wir bedanken uns beim Interkulturellen Dienst der Stadt Köln für die freundliche Unterstützung.

Hakili Falen: Erfahrungsaustausch und Empowerment (2020 – 2021)

Im Rahmen von drei Workshops wurde bei „Hakali Falen“ Jugendlichen und Eltern mit Migrationsgeschichte Raum für Austausch über Rassismus, Diskriminierung, Intoleranz und Gewalt geboten.

Viele der Teilnehmenden haben in Schule oder Ausbildung bereits Rassismus und Ausgrenzung erleben müssen. Davon ausgehend standen der Umgang mit diesen Erfahrungen sowie Ansätze zu friedvoller Verständigung und gegenseitiger Akzeptanz im Fokus der Workshops.

Von besonderer Wichtigkeit war uns dabei das nachhaltige Empowerment der Betroffenen: Die Teilnehmenden konnten dank Reflektionsübungen und Supervision wertvolle Einsichten erlangen, Handlungsmöglichkeiten erkennen und in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden. Auch die Vernetzung mit Beratungs- und Therapieangeboten sowie die Möglichkeiten, juristisch gegen Diskriminierung und Rassismus vorzugehen, waren zentrale Themen in den Workshops.

Wir danken dem Verein Migrafrica e.V. für die Kooperation und freundliche Unterstützung.

Yereta Folo: Selbstständigkeit fördern – Digitalisierung schulen (2020 – 2021)

Im Rahmen des Projektes „Yereta Folo“ wurden junge Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte im selbstständigen und sicheren Umgang mit Computer, Internet und Smartphone geschult.

Ob das Erstellen von E-Mail-Zugängen, Online-Registrierungen bei Behörden und anderen Plattformen oder der geübte Umgang mit der Tastatur: Ohne digitale Kompetenz ist soziale Teilhabe heutzutage nur noch sehr eingeschränkt möglich. Im Rahmen mehrwöchiger Computerkurse konnten wir etwa 120 Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte ein umfangreiches Lernangebot im Bereich Digitalisierung machen und dabei gezielt auf die individuellen Bedarfe eingehen.

„Learning by doing“ stand hier im Vordergrund: Von Beginn an wurden die Teilnehmenden motiviert, in praktischen Übungen das neu Erlernte selbstständig umzusetzen. So konnten Ängste schnell durchbrochen und nachhaltige Erfolge erzielt werden.

Wir bedanken uns bei Aktion Mensch und Aktion Neue Nachbarn für die freundliche Unterstützung dieses Projektes.

Sini Nyesigi: Sensibilisierung für Umwelt und Nachhaltigkeit (2020)

Das Projekt „Sini Nyesigi“ konnte Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte einen Einblick in Themen der nachhaltigen Entwicklung im Bereich Umwelt, Wirtschaft und Soziales vermitteln.

Ziel des Projekts war es, die Teilnehmenden für Umweltthemen und die Bedeutsamkeit nachhaltiger Entwicklung zu sensibilisieren. Anhand von globalen Zusammenhängen wurden Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels verdeutlicht sowie Strategien für einen bewussteren Lebenswandel vermittelt.

Ein Workshop zur Herstellung von Naturkosmetik sowie Exkursionen zu einem ökologischen Bauernhof und einer Imkerei konnten das theoretisch vermittelte Wissen durch erlebbare Praxis verfestigen. Da bei der Mehrzahl der Teilnehmenden Bambara oder Französisch die Erstsprache war, haben wir das Angebot mehrsprachig durchgeführt.

Nyeta 2.0: Begleitung und Unterstützung (2019)

Mit Nyeta 2.0 konnten wir ein offenes und mehrsprachiges Beratungsangebot für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte realisieren.

Für viele geflüchtete Menschen stellt insbesondere die Sprachbarriere eine große Herausforderung dar. Vor allem für Menschen aus afrikanischen Ländern stehen oft kaum Sprachmittlungen zur Verfügung – daraus resultieren gewichtige Verständigungsprobleme bei Ämtern und im Gesundheitssystem, bei der Wohnungssuche oder bei Integrationsmaßnahmen. Auch ein Informationsdefizit bezüglich Kursangeboten zum Spracherwerb oder Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe steht einer gelingenden Inklusion häufig im Wege.

Bei Jama Nyeta sprechen wir die Erstsprache vieler Ratsuchender. So können wir Orientierung bieten und viele Fragen klären. Bei Bedarf begleiten wir auch zu Terminen, können vor Ort unterstützen und eine Verständigung gewährleisten.